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  Unser sehr verehrtes hoch geschätztes  Gründungs - u. Ehrenkomiteemitglied  von CCC-INTERNATIONAL – CHILDREN’S COMMUNICATION CORNER- Frau Hedy Dichter weilt nicht mehr unter uns!   1911 – 2016

  Frau Hedy Dichter, die Witwe des 1991 in New York verstorbenen weltberühmten Motivforschers, Prof. Ernest Dichter ist am Donnerstag Nachmittag, dem 11. Februar 2016, friedlich   in einem New Yorker „Nursinghome“  im hohen Alter von vollendeten 104 Jahren verstorben.  

Ich lernte Frau Dichter mit ihrem berühmten Ehegatten im Jahre 1988 in den USA durch einen Zwischenstop in New York im damaligen Österreichischen Kulturinstitut  anlässlich meiner ersten Buchpublikation im Zuge eines österreichischen Literatursymposiums an der University of California in Riverside kennen.  

Seit dieser Zeit verbindet mich eine tiefe menschliche von hohem Respekt getragene Beziehung zu den „Dichters“. Seit dem Tode ihres Ehegatten,  Prof. Ernest Dichter, entwickelte sich eine besonders innige persönliche Beziehung mit Hedy – ja sie wurde mir eine liebevolle mütterliche Freundin - , eine tiefe Freundschaft mit gemeinsamen Interessen verband uns beide,   die darin gipfelte, dass wir gemeinsam mit Kardinal Dr. Franz König und noch einigern anderen Persönlichkeiten  im Jahre 1993 den gemeinnützigen Verein, die NPO CCC-INTERNATIONAL – CHILDREN’S COMMUNICATION CORNER, gründeten.  

Frau Hedy Dichter stand bis zum Tod ihres Mannes nie direkt persönlich im Blickpunkt des öffentlichen Lebens, sondern war praktisch immer als engagierte Managerin diskret hinter den Kulissen des in aller Welt als „Father of Motivational Research“ bekannten Wissenschafter für ihren Mann tätig. Sie opferte in jungen Jahren aus Liebe ihre eigene Karriere als erfolgreiche Konzertpianistin und erzählte mir in vielen langen Gesprächen in den letzten Jahren über ihr nicht immer leichtes jedoch sehr erfülltes Leben.  

Hedy liebte Kinder und junge Menschen. Sie liebte alle Kinder dieser Welt. Ein besonderes Herz hatte sie  für alle jene Kinder, die sehr armen Familien entstammten und vor allem widmete sie sich besonders traumatisierten Flüchtlingskindern. Frau Dichter, - Hedy wie ich sie nennen durfte -  erzählte als Zeitzeugin  in Grazer und Wiener Schulen aus ihrem ereignisreichen Leben, musste sie doch als Jüdin mit ihrem Ehegatten Österreich noch vor 1938 verlassen, um dem Nazi-Terror zu entgehen. Einen Teil ihrer Familie, der in Österreich blieb,  hat sie im Holocaust verloren.  

Hedy wird nicht nur mir sehr fehlen, sondern auch meinem Sohn, Prof. Jacob H. Schmidt in London, der sie ebenfalls oftmals sowohl in Wien als auch in New York getroffen hatte, mit ihr gute Gespräche führte und sie sehr schätzte.  

Wir beide haben unsere Gespräche mit ihr  in einem Buch festgehalten und es erfüllt uns beide mit einer zwar – durch den plötzlichen Tod schmerzlichen – doch einer innewohnenden demütigen Freude, dass wir Hedy, unserer unvergesslichen lieben Freundin, dieses Buch anlässlich ihres 103. Geburtstages in New York am 16. August 2014 noch persönlich überreichen konnten, worüber sie sich so sehr gefreut hat.

   Wir trauern gemeinsam mit Hedys Familie um sie. Wir werden diese vorbildhafte Frau  nicht vergessen!                                                                                  

In großer Dankbarkeit                                                                                
Dr. Elfriede Schmidt
Prof. Jacob H. Schmidt
Graz,/London,  15. Februar 2016                                                      

 
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